Das Folgevideo ist fertig. Auch in der zweiten Ferienwoche waren wir ein paar Mal auf Offroad-Pisten unterwegs. Ob auf alten Schmugglerpfaden wie von Andorra nach dem spanischen Dörfchen Tor oder in der Serra de Boumort – auf unser Kischdle konnten wir uns immer verlassen.
Unser Camper hatte zwar manchmal mit den Tücken der teils recht unwegsamen Pisten zu kämpfen und hin und wieder hat das Auto auch heftig geschaukelt. Aber es verlief dennoch immer alles bestens und wird hoffentlich besser, wenn die noch fehlenden verstärkten Federn eingebaut sind. Aber schaut es euch einfach selbst an…
Wie immer kommt ihr mit einem Klick auf das Foto direkt zum Video:
Es gibt ein neues Video, dieses Mal dreht sich alles um das Thema Offroad in den Pyrenäen. Wir wollten ja mal sehen, wie sich unser Kischdle im Gelände so behaupten kann. Seht selbst, wie es uns in der ersten Ferienwoche erging… Wie immer kommt ihr mit einem Klick auf das Foto direkt zum Video:
Schnelle Wetteränderungen sind in den Pyrenäen nicht selten
Für uns war es in diesem Jahr das erste Mal, dass wir in den Pyrenäen Urlaub machten. Wir kannten diese Region eigentlich nur von Sportereignissen wie der Tour de France und natürlich aus den Nachrichten in den 1980er Jahren, hier vor allem von den Bestrebungen der ETA, das Baskenland autonom und unabhängig zu machen. Der Waffenstillstand im Jahr 2011 und 2018 die endgültige Auflösung der ETA beruhigten das Gebiet endlich.
Heute ist vom Bürgerkrieg natürlich nichts mehr zu spüren und wir waren gespannt, was wir auch in den anderen Regionen der Pyrenäen sehen und erleben würden. Ohne genaue Routen geplant zu haben ließen wir uns bereits bei der Anfahrt genügend Zeit, um nicht abgehetzt und müde im Süden Frankreichs anzukommen, zwei Übernachtungen hatten wir auf der Anreise.
Hier kommen nur Allradfahrzeuge durch
Eine erste Orientierung gaben uns die Routenvorschläge aus dem Offroad-Tourenbuch von Sabine und Burkhard Koch. Fast alle der Pisten liegen im spanischen Teil der Pyrenäen, so dass es nicht verwunderlich war, dass wir zunächst dort unterwegs waren. Hier in Spanien waren wir nahezu überall alleine inmitten der Natur. Viele der kleinen Bergdörfer waren fast ausgestorben. Nur vereinzelte ältere Bewohner waren zu sehen. Doch am liebevoll hergerichteten Zustand vieler Häuser ließ sich erkennen, dass vermutlich betuchte Städter hier einen Zweit- oder Ferienwohnsitz haben.
Andere Reisende mit Wohnmobilen sahen wir eher selten, was jedoch auch an den Offroadstrecken liegen kann, denn ohne Allrad sind die meisten dieser Pisten nicht zu bewältigen. So gelangten wir in Spanien über Andorra (wo wir günstig tanken konnten…) bis in die Region von Pamplona, wo wir uns nach Frankreich wandten und auf der französischen Seite wieder ostwärts fuhren. Die Atlantikküste oder größere Städte besuchten wir nicht.
Bergdorf
In Frankreich waren wir – vor allem auf den Passhöhen – nicht mehr allein: hier sind viele Wohnmobilisten unterwegs, was uns ja schon auf der Herreise prophezeit worden war. Fast ausschließlich französische Rentner machten mit ihren teils riesigen Campern die Pässe unsicher. Aber auch hier in Frankreich ist die Natur in den Pyrenäen wunderbar. Es gibt genügend unbebaute Flächen, so dass wir auch hier die Seele baumeln lassen konnten. Und auch hier sind die kleinen Dörfer absolut sehenswert.
Oft sind Weitblicke garantiert
Vor allem Wanderer kommen in den Pyrenäen voll auf ihre Kosten, es gibt sehr viele Wanderregionen. Allerdings sind die Routen oftmals mit einigen Höhenmetern gespickt, das bekommen auch die vielen Rennradler zu spüren, die wir an jedem der Pässe antreffen. Und die haben es meist in sich, denn steil und vor allem viele Kilometer lang zieht sich die Straße zur jeweiligen Passhöhe! Jetzt können wir auch die Strapazen für die Fahrer der Tour de France absolut nachvollziehen.
Viele Passstraßen kann man erkunden
Sowohl in Spanien als auch in Frankreich haben wir immer einen ruhigen Nachtplatz gefunden, wo wir stets alleine stehen konnten. Wasser für unseren Tank gab es vor allem in den Bergdörfern zur Genüge, Trinkwasser haben wir in großen Behältern gekauft. Für die Entsorgung gibt es flächendeckend Wohnmobilstellplätze, so dass wir, auch Dank unserer Trockentrenntoilette, auf keine Campingplätze angewiesen waren. In Coronazeiten eine gute Sache!
Wir haben uns überall in den Pyrenäen wohlgefühlt.