Die Coronazahlen steigen in vielen Ländern der EU bedrohlich an, vor allem auch in Spanien und Frankreich. Kann man unter diesen Umständen genau dorthin fahren, wo die Zahl der Infizierten so ansteigt? Wir wissen es nicht. Aber wir glauben, dass wir mit unserem mobilen Heim überall in der EU genauso sicher sind, wie wir es zu Hause wären – vorausgesetzt wir wenden die Hygieneregeln auch genauso wie zu Hause an. Und deshalb haben wir es gewagt, wir sind aufgebrochen, um die Pyrenäen zu erkunden.
Schöner ÜbernachtungsplatzAussicht unterwegsKässpätzle schmecken immer!In den CevennenKastanien
Ganze drei Tage haben wir uns für die Anreise Zeit genommen, wir wollten entspannt und ohne Hektik hier ankommen. Mit viel Sonnenschein erreichten wir die Cevennen, wo uns zur Mittagspause ein Gewitter überraschte. Der Regen begleitete uns danach bis in die Nacht, aber nach einem ersten bewölkten Tag lacht hier wieder die Sonne.
Besuch bei den „Orgelpfeifen“„Orgelpfeifen“„Orgelpfeifen“„Orgelpfeifen“„Orgelpfeifen“Wir sind offroad unterwegsNoch sind die Pisten einfach zu fahrenBeim DolmenTeilweise mit WeitsichtManchmal wird es engLost Place im NirgendwoWir lassen es uns hier gut gehenCastelnouCastelnouCastelnouCastelnouCastelnouRuhiges PlätzleSchöne Aussicht
Die ersten Offroadtouren in den Pyrenäen haben wir bereits absolviert, dabei haben wir kaum andere Personen getroffen. Und absolut ruhige Nachtplätze gibt es quasi an jeder Ecke! Unser Plan, auf möglichst abgelegenen Routen unterwegs zu sein und dadurch nur wenig Kontakt zu Menschen zu haben, könnte also durchaus gelingen. Mal sehen, wie es weiter gehen wird…
Bereits beim Abholen unseres Oman haben wir einen Termin für die erste Inspektion vereinbart. Nun war es soweit, wir gaben unser Kischdle bei seinen Erbauern ab und quartierten uns derweil in Augsburg ein. Dort waren wir ja im letzten Jahr schon einmal mit den Fahrrädern, verschoben aber eine Besichtigung auf einen späteren Zeitpunkt. Und der war jetzt ideal!
Blick vom Rathaus über die Stadt
Unser Hotel lag recht günstig nahe der sehenswerten Altstadt, so dass wir zu Fuß schnell zu den meisten Sehenswürdigkeiten kommen konnten. Bei einer Stadtführung lernten wir einiges zur Geschichte der drittgrößten Stadt Bayerns und staunten über manche Besonderheiten, die Augsburg bietet. Nur die aus Kindertagen so bekannte Augsburger Puppenkiste konnten wir nicht besuchen, die war coronabedingt geschlossen.
Aber Augsburg hat ja noch viel mehr zu bieten. Vom Marktplatz aus, der vom ungewöhnlich großen Rathaus und dem Perlachturm dominiert wird, besuchten wir einige besondere Häuser der Stadt, natürlich auch den Goldenen Saal im Rathaus und zum Abschluss dann noch die Fuggerei. Die älteste Sozialsiedlung der Welt wird noch heute von der Fugger-Stiftung verwaltet und noch immer gelten die Grundsätze, die der Gründer, Jakob Fugger der Reiche, verfügt hatte: wer hier wohnen will, muss Augsburger, katholisch und gut beleumundet sein. Die Jahres(kalt)miete für eine Wohnung in der Fuggerei beträgt bis heute den nominellen, inflationsunbeachteten Wert eines Rheinischen Gulden (umgerechnet 0,88 Euro). Die Nebenkosten tragen die Mieter (85,– Euro seit 1. Juli 2013).
AugsburgBlick auf den MarktplatzDer prächtige goldene Saal im RathausDeckengemälde im goldenen SaalKaiser Augustus, der Stadtgründerprächtige WappenGeburtshaus von Bertolt BrechtDer Name Fugger gehört zu AugsburgHans Jakob Fuggergediegendes SchildSchattiger Innenhof der FuggerbankDie FuggereiFassade in der FuggereiIn der FuggereiIn der FuggereiIn der Fuggerei
Wie klein die Welt sein kann zeigte sich, als wir gerade in einem kleinen Straßenrestaurant eine Mittagsstärkung bestellt hatten. Denn just in diesem Moment kam Thomas, den wir beim Omantreffen im Teutoburger Wald kennengelernt hatten, in das gleiche Restaurant, um mit Kollegen seine Mittagspause zu verbringen. Schön, dass wir uns getroffen haben!
s’Kischdle an seinem „Geburtsort“
Am Freitagnachmittag war unser Oman fertig, mit der Bahn ist man schnell von Augsburg aus in Mering. Dort trafen wir einen anderen Omanbesitzer, Thomas aus München. Ihn kannten wir nur „virtuell“ aus seinem Blog Aldato. Wir hoffen, dass er mit seinem jetzigen Oman mehr Glück hat als mit seinem ursprünglichen, denn der war mit der Grande America unterwegs nach Südamerika und ist am 12.3.2019 mit dem ganzen Schiff und vielen anderen Fahrzeugen im Atlantik untergegangen…
Neben einer kurzen Mängelliste haben wir noch diverse Umbaumaßnahmen bei Burow machen lassen. Genaueres zeigen wir auf der Seite s’Kischdle in Bildern, hier nur eine kurze Info. Wir ließen Fahrradträger anbauen, einen Zwischenboden in den Küchenschrank und vor allem den Herd einbauen. Hierzu war dann auch eine andere Arbeitsplatte nötig. Mängel waren nur sehr geringfügig. So musste ein loses Brett beim Wassertank oder das Dichtgummi am Außenstaufach fixiert werden.
Ruhige Nachtplätze fanden wir immerMindelheimMindelheimidyllische LandschaftMemmingenob wir da durch passen?s’Kischdle in der NaturSt. Johann auf dem Bussen„Hock doch na!“OttobeurenOttobeurenHirsch
Bald waren wir wieder mit unserem Fahrzeug unterwegs, ohne richtiges Ziel. Wir ließen uns einfach treiben und gaben nur eine grobe Richtung vor. Es sollten nur ein paar Tage werden, dabei wollten wir richtige Touristenhochburgen vermeiden. Die Alpen und das Alpenvorland schieden daher aus. Aber die kleinen Städte wie Memmingen, Mindelheim oder Ottobeuren haben uns verzaubert. Sie liegen in einer wunderschönen Landschaft mit viel grünen Wiesen, sanften Hügeln und heimeligen Dörfern. Und dass wir uns hier dann auch noch mit einem ehemaligen Kollegen Pits in einem gemütlichen Biergarten treffen konnten, war quasi ein i-Tüpfelchen.
Viel zu kurz war dieser Kurztripp am Ende, ein Termin zwang uns nach Hause, aber wir werden hoffentlich bald eine größere Tour starten können! Unser Kischdle ist auf jeden Fall bereit…
Zum Abschluss noch ein paar Impressionen aus der Natur:
Noch immer ist es für uns nicht ganz einfach, ein Video zu schneiden und danach auf Youtube hochzuladen. Das kostet Nerven und kann nur mit einem Gläschen guten Rotweins gemeistert werden… Aber es ist geschafft, ab sofort steht das Video auf unserem Kanal bereit.
Anfang Juli war es soweit, einige der „Kultfahrzeuge“ machten sich auf, sich im Teutoburger Wald zu treffen. Auch wir waren mit von der Partie und schon sehr neugierig, mal andere Omanis kennenzulernen.
s’Kischdle bei der Mühle
Bereits am Vortag trafen wir bei der Oeynhauser Mühle ein, denn deren Betreiber, Corinna und Roland, sind gute Bekannte von uns und wir freuten uns auf ein Wiedersehen. Außerdem wollten wir sehen, was die beiden zusammen mit Sebastian auf die Beine gestellt haben, denn die Familie lebt erst seit März letzten Jahres hier – und sie mussten sehr viel um- und anbauen! Unglaublich, was sie in so kurzer Zeit schon bewerkstelligt haben. Zum ökologischen Umbau der Hauptwohnung kamen die Einrichtung von zwei Ferienwohnungen und vor allem der Umbau des Getreidesilos in eine beeindruckende Wollmanufaktur. Viel Arbeit hat sicher auch die Anlage des „Kräuternests“ gekostet, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen, auch wenn es noch lange nicht fertig ist.
16 Omans und zwei „Außenseiter“
Am nächsten Tag trafen nach und nach die verschiedenen Omans ein. Zur Freude von uns Campern durften wir auf einer idyllischen Wiese der Mühle unsere Fahrzeuge aufstellen und hatten so eine prima Gelegenheit, auch mit gebührendem Corona-Abstand, uns und die verschiedenen Camper kennenzulernen. Das Wetter spielte mit, so dass der Abend mit Lagerfeuer, grillen und zusammensitzen bestens verlief.
Das Programm, das Achim zusammengestellt hatte, war vielfältig. Der nächste Morgen führte uns zunächst nach Altenbeken, wo unsere Aufsehen erregende Kolonne aus 16 Omans (und einem „Außenseiter“) richtig fotogen durch das Eisenbahnviadukt fuhr. In Detmold besuchten wir dann das Westfälisch-Lippische Freilichtmuseum, das auf einem sehr weitläufigen Gelände viel Sehenswertes aus der örtlichen Vergangenheit bietet. Vor allem die tollen Fachwerkhäuser haben uns beeindruckt.
Petite Provence in Fromhausen
Hermann, der Cherusker
Was wäre eine Reise in den Teutoburger Wald, ohne Hermann, den Cherusker, gesehen zu haben? Nach dem Freiluftmuseum bot sich die Gelegenheit, entweder das Hermannsdenkmal oder die Externsteine zu besuchen. Da wir schon gestern bei „Hermann“ waren, entschieden wir uns für die Externsteine, eine markante Sandstein-Felsformation, die als eine herausragende Natursehenswürdigkeit gilt und unter Natur- und Denkmalschutz steht. Am Tag zuvor hatten wir auch noch die Lavendelfelder in Fromhausen besucht. Mehr als 50.000 Lavendelpflanzen gedeihen dort in Bioqualität und verleihen dem Ort mediterranen Flair, die Bewohner sprechen auch von „Petit Provence“.
Alte Funkstation auf dem Bilster Berg
Auf dem Bilster Berg treffen sich an den Wochenenden rennbegeisterte Motorradfahrer, doch wir genießen am Abend dort oben die hervorragende Gastronomie ohne Rennatmosphäre. Auf der Terrasse wurde uns ein sehr leckeres BBQ zubereitet und das Buffet ließ keine Wünsche offen. Der einzige Wermutstropfen war der Fußweg von unserer Campingwiese bis zum Restaurant: es waren nicht nur zwei, sondern ca. vier Kilometer und das Ganze nach dem Essen wieder zurück, da wenigstens nur noch bergab…
Externsteine
Zum Abschluss unseres Treffens durften wir noch die Wollmanufaktur der Oeynhauser Mühle besichtigen. Roland, der Mühlenbesitzer, erklärte uns staunenden Besuchern, was aus dem alten Getreidesilo entstand und wie er nachhaltige Wollprodukte erschafft. Ganz ohne Einsatz von Chemie mit Schafwolle, die sonst weggeworfen werden müsste, weil die Herden zu klein sind, um die Wolle wirtschaftlich zu verwerten. Wie es in der Manufaktur genau vorgeht, hat unser Karlos für seine Freunde hier schon erzählt.
Omanbegegnung unterwegs nahe Karlsruhe
Nach und nach verabschiedeten sich nun Oman um Oman und als eine der letzten fuhren auch wir wieder in Richtung Heimat. Aber wir nahmen uns viel Zeit und ließen uns durch Sauerland und Westerwald treiben und mieden dabei jede Autobahn. In der Nähe von Karlsruhe begegnete uns dann sogar noch ein Oman, der jedoch nicht auf dem Treffen gewesen war. Vielleicht ist er ja beim nächsten Mal dabei!
Und wenn ich nicht entnervt aufgebe, werde ich demnächst auch wieder ein kurzes Video unseres Treffens hier veröffentlichen…
Galerie des Omantreffens
Die Omans sind eingetrudelt und haben sich auf der Wiese eingerichtetDas Lagerfeuer qualmt schonAuf dem Grill wird es manchmal engBuntes Salatbuffetmediterraner Pastasalatbunter SommersalatEin Oman kommt selten alleinAuf geht’s nach DetmoldDer Parkplatz ist mit Omans gefülltSogar Fußabstreifer gibt es
Ich muss euch jetzt mal erzählen, was wir neulich in der Oeynhauser Mühle erlebt haben. Das war nämlich total interessant. Wusstet ihr, wie man Wolle macht? Also das, womit man Socken und Pullover stricken kann?
Ich bin Karlos
Bei Roland, dem Mühlenbesitzer, durfte ich mir anschauen, wie man aus dem Fell von Schafen richtig schöne Wolle macht.
Die müssten auch mal zum Friseur!
Weil das Fell der Schafe immer wächst, so wie unsere Haare auch, müssen sie ab und zu zum „Schaf-Friseur“, der dann den Pelz abschneidet. Aber keine Sorge, die Haare wachsen ja wieder nach. Das geschorene Fell wird dann zu Roland in die Mühle gebracht, wo es zunächst aufgelockert und dann gewaschen werden muss. Roland macht das ganz sanft in einer richtigen Waschanlage und nimmt nur natürliche Seife, ganz ohne Chemie. Und zum Schluss wird sogar noch geschleudert!
Nun muss die gewaschene Rohwolle getrocknet werden, was bei gutem Wetter draußen in der Sonne am besten funktioniert. Doch die gewaschene Wolle kann so noch nicht weiter genutzt werden, sie muss nämlich noch gekämmt werden. Das nennt man kardieren. In einer großen Maschine werden die einzelnen Wollfasern zu ganz tollen, weichen Matten kardiert. Das hat mir super gut gefallen, denn die sind sagenhaft weich!
Aus dieser kardierten Wolle könnte man jetzt Wollfäden spinnen, mit denen dann man stricken kann. Aber Roland strickt nicht, er stellt Filz her. Ich konnte mir gar nicht richtig vorstellen, was das ist, aber nun bin ich schlauer. Die kardierten Wollmatten werden nämlich durch eine weitere Maschine geschickt, die mit ganz vielen Nadeln die duftig weichen Matten zusammenpresst. Wenn man das drei Mal macht, entsteht eine feste Matte aus reiner Wolle, aus der viele praktische Sachen gemacht werden können.
Roland hat in seiner Wollmanufaktur ein Studio eingerichtet, in dem er mit Industrienähmaschinen alle Teile, die er auch verkauft, selber herstellen kann. Also wenn ihr mal in der Nähe seid, müsst ihr unbedingt bei Roland vorbei schauen, er freut sich immer auf Besuch und zeigt jedem gerne die Wollmanufaktur – und vielleicht könnt ihr sogar zuschauen, wie er Filz macht oder Wolle wäscht!
Es ist geschafft – wir haben ein erstes Video auf Youtube hochgeladen! Gar nicht so einfach, wenn man das noch nicht gemacht hat.
Und den Bericht zum Film gibt es im vorigen Beitrag
Wir bedanken uns ganz herzlich bei den anderen Teilnehmern. Wir hatten viel Spaß mit euch und ihr habt uns die Veröffentlichung des Videomaterials erlaubt.
Differentiale, Böschungswinkel, Rampenwinkel, Kippwinkel, Bodenfreiheit, Wattiefe, Verschränkung und viele andere Fachausdrücke begegneten uns, als wir am Wochenende an einem Offroad- und Bergetraining teilnahmen. Um es gleich vorwegzunehmen, es waren sehr interessante Tage, in denen wir uns auch mit den Geländefähigkeiten unseres Kischdles vertraut machen konnten.
Ruhiger Nachtplatz
Bereits einen Tag vor Veranstaltungsbeginn fuhren wir Richtung Bayern, zogen es dann aber vor, noch im Ländle kurz vor der Grenze zum Freistaat einen ruhigen Übernachtungsplatz zu suchen. Wir fanden ihn in der Nähe eines kleinen Flugplatzes, wo wir eine ungestörte Nachtruhe hatten.
Am Freitag ging es dann in Langenaltheim los. Um zehn Uhr trafen wir mit den anderen Teilnehmern am Treffpunkt ein. Es war ein Kurs speziell für 4×4 Camper und Expeditionsfahrzeuge. Sieben unterschiedliche Fahrzeuge waren am Start: vom Steyr über Unimog und Ivecos bis zu Pickups und Sprinter waren wir eine bunte Truppe, die dann in zwei Gruppen aufgeteilt wurde. In unserer waren dann ein Isuzu Pickup mit einer Tischer Wohnkabine, ein neuer Iveco mit Woelcke Aufbau und ein Mercedes Allrad-Sprinter. Wir waren gespannt, wie unser Oman gegenüber den anderen Fahrzeugen abschneiden würde.
Zuerst begannen wir auf dem großen Parkplatz. Dort machten wir uns mit den spezifischen Offroad-Begriffen und deren Besonderheiten vertraut und lernten den Wendekreis unserer Fahrzeuge sowie deren Spurverhalten in Kurven mit und ohne Allrad sowie mit Differentialsperre kennen. Manches sorgte dabei durchaus für Aha-Erlebnisse. Doch insgeheim warteten wir alle darauf, endlich ins Gelände zu dürfen.
Die Fahrzeuge treffen ein
Im ehemaligen Steinbruch wartet ein teilweise sehr anspruchsvoller Parcours auf die Offroadfahrer und wir waren froh, dies unter fachkundiger Anleitung üben zu können. Unser Instructor Jörg konnte uns alles sehr gut strukturiert und anschaulich vermitteln, dazu blieb er immer die Ruhe in Person, auch wenn manch ein Fahrer oder Beifahrer Angstschweiß um’s Heilix Blechle bekam!
Die ersten Bodenwellen waren nicht besonders anspruchsvoll, dennoch mussten wir für jedes Fahrzeug erst lernen, wann der Punkt käme, an dem man aufsitzen würde. Über Stock und Stein ging es zum ersten „Berg“. Hier standen natürlich bergan- und abfahren auf dem Programm. Der Bergabfahrassistent des Rangers leistet hier übrigens hervorragende Arbeit! Beim nächsten Berg gab es dazu noch eine Wasserdurchfahrt, es wurde also richtig spannend.
Die Expeditionsfahrzeuge
Auf immer neuen Wegen fuhren wir so durch das Gelände und nun kam die große Bodenwelle, die es zu überwinden galt. Die Fahrer sollten ihre Fahrzeuge so auf den Kamm der Rampe bringen, dass ein Vorderrad und das diagonale Hinterrad dort zu stehen kamen. Mit Hilfe der Differentialsperre konnte dieses Hindernis von allen Fahrzeugen mit Hilfe der Einweisungen der Beifahrer sicher überwunden werden. Ganz spektakulär sah es dann aus, wenn ein Vorderrad frei in der Luft hing, bevor die Autos von der Rampe herabfuhren, denn dann senkte sich der Camper mehr oder weniger sanft plötzlich abwärts!
Ein weiterer Trainingspunkt war es zu sehen, wie weit wir das Fahrzeug in die Schräglage bringen können. Hierzu mussten die Fahrer ihre Autos unter der Anleitung Jörgs an den Hang „lehnen“. Er wies sie punktgenau ein und ließ sie so lange höher fahren (eher schleichen), bis es für ihn (oder für den Fahrer) genug war. Erstaunlich, wie schief so ein Camper stehen kann, ohne dass er umkippen würde. Natürlich lernten wir hier auch was zu tun ist, um von diesem Punkt aus gefahrlos wieder herunter zu kommen.
Und was soll man tun, wenn man einen steilen Berg hochfahren will, das Fahrzeug jedoch nicht hochkommt? Man hängt also mitten in einem steilen, unebenen Weg und muss nun wieder rückwärts raus. Es gehört schon ein wenig Mut dazu, hier den Anweisungen des Instructors zu folgen, denn man soll sein Auto zunächst abwürgen und dann im Rückwärtsgang (beim Ranger mit dem Bergabfahrassistent) alleine „fahren“ lassen, und zwar möglichst in der Falllinie. Gar nicht so leicht, wenn man ganz instinktiv gleich die Bremse drücken will!
Wir fahren in den OffroadparkUnsere bunte GruppeAnspruchsvolles GeländeErste leichte BodenwellenEs wird hügeligÜber die KuppeDiagonal auf der RampeUnd durch’s WasserWattiefe noch nicht überschrittenSchräglageSchräglage
Wir hatten so genug Übungen, um an zwei Tagen ein abwechslungsreiches Programm zu absolvieren. Als wir dann hörten, dass am Sonntag noch ein Bergekurs stattfinden soll, haben wir diesen gleich noch drangehängt.
Bergematerial
Zunächst lernten wir die verschiedenen Bergeutensilien kennen. Bergegurt, elastisches Bergeseil, Schäkel und Softschäkel, Schlingen, Schaufeln, Hi-Lift Wagenheber und noch diverses Zubehör. In Gedanken überlegten wir schon, was wir für uns wohl bräuchten und vor allem, wo wir das im Kischdle unterbringen könnten!
Die ersten Übungen absolvierten wir noch auf dem großen Parkplatz. Wir suchten die besten Befestigungspunkte an unseren Fahrzeugen und ernteten ein Lob für unsere nachgerüsteten Bergeösen. Denn vorne hat der Ranger da normalerweise nicht viel zu bieten. Hinten gibt es keine Probleme, an dem Querholmen des Leiterrahmens kann eine Bergeschlinge gut befestigt werden. Im Praxistest wurde sowohl mit dem Bergegurt als auch mit dem elastischen Seil abgeschleppt.
Aber die „richtige“ Bergesituation stellten wir im Gelände nach. Hierfür setzte Moritz, der zweite Instructor, den firmeneigenen Nissan Patrol in einen Hang, von wo aus er nicht mehr alleine wegkam. Mithilfe einer Winsch sollten wir nun die Bergung des Fahrzeugs vornehmen. Zunächst musste natürlich der Patrol so gesichert werden, dass er nicht weiter abrutschen kann. Ein passender Felsen war schnell gefunden und über eine Schlinge an der B-Säule des Autos sicherten wir es mit einem Ratschengurt. Nun mussten wir die eigentliche Bergung vorbereiten. Am zweiten Firmenfahrzeug, einem Mitsubishi L 200, gab es eine Winsch. Aber es schien fraglich, dass der PKW mit dem Gewicht des zu bergenden Autos klarkäme. Deshalb nutzten wir ein weiteres Fahrzeug als „Anker“. So konnten wir dann das Winschenseil in gerader Linie zum Anker führen und von dort aus über eine Umlenkrolle weiter zur Winsch. Trotzdem mussten wir den Mitsubishi an den Rädern zusätzlich mit Steinen gegen ein Wegrollen sichern, so stark war die Kraft, die bei der Bergung nötig war. Es war ein beeindruckendes Schauspiel, das uns da hautnah geboten wurde!
Wo ist der beste Befestigungspunkt?Hinterer Befestigungspunkt beim OmanDas Fahrzeug steckt festZuerst wird das Auto gesichertJetzt kann das Fahrzeug nicht mehr abrutschenDie UmlenkrolleFertig zur BergungDas Auto wird hochgezogenDas Fahrzeug sitzt aufKommt nicht mehr alleine losWas tun?Steine unterlegen
Nun war unsere Kreativität gefordert. Moritz setzte den Patrol „auf den Bauch“, d.h. das Auto saß auf einer Kuppe fest und wir mussten uns überlegen, wie wir es wieder frei bekommen könnten. Keines der Räder hatte Traktion. Wir überlegten mehrere Möglichkeiten, wie man den Antriebsrädern zu „Griff“ verhelfen könnte. Man könnte versuchen, ein billiges Seil zu opfern und es durch die Löcher der Felgen um den Reifen zu wickeln. Es könnte reichen, um dem Rad zur nötigen Traktion zu verhelfen. Eine Schneekette brächte den gleichen Effekt. Einen Versuch wäre es wert, diverses Material wie Reisig, Äste oder Steine unter die Antriebsräder zu legen. Wir einigten uns auf diese Methode und stapelten Steine, von denen ja genug herumlagen, hinter die Räder. Und siehe da, gleich beim ersten Anlauf konnte sich Moritz aus dieser Situation befreien!
Nach der Wasserdurchfahrt
Ich glaube, nun können wir ziemlich beruhigt auf die Panamericana gehen (sofern das Reisen wieder erlaubt wird…), denn unser Kischdle hat sich unter den anderen, sehr unterschiedlichen Allradcampern, wahrlich wacker geschlagen!
Am zweiten Tag hatte es geregnet… man sieht’s
Vom Offroadkurs haben wir größere Mengen an Videomaterial nach Hause gebracht. Wenn ich nicht völlig genervt aufgebe, gibt es irgendwann vielleicht auch ein kleines Video vom Event…
Jetzt jammern wir mal auf hohem Niveau. Kaum haben wir unser Kischdle abgeholt, macht uns das Corona-Virus einen Strich durch sämtliche Reisepläne. Ist ja schon doof, wenn das reisefertige Wohnmobil vor dem Haus steht und man nirgends hin reisen darf!
Aber wie gesagt, das ist ein Luxusproblem, wenn man die weltweiten Auswirkungen dieses Virus betrachtet. Also machen wir das beste aus der Situation – und reisen. Klar, nicht ins Ausland, aber es gibt in der näheren Umgebung zum Glück ja auch noch die eine oder andere Ecke zu erkunden. Bayern und einige Regionen an der Küste fallen weg, aber hier in Baden-Württemberg und dem angrenzenden Rheinland-Pfalz ist die Lage noch einigermaßen entspannt. Es gibt keine Ausgangssperre, nur eine „Kontaktsperre“.
Wir sind unübersehbar an der Weinstraße……aber nicht jedes Fass ist ein WeinfassDer Frühling ist daMoosreiche GegendSchönes TorKaffee und Kuchen gerne jeden Tag!
Deshalb entschließen wir uns, einen Kurztrip in den Pfälzerwald zu unternehmen. Wir hoffen, dort auf wenig frequentierte Bereiche und werden nicht enttäuscht. Oft sind wir die Einzigen auf dem Parkplatz und wir können Spaziergänge in der Natur genießen, ohne auf viel andere Menschen zu stoßen. Meist sind es vereinzelte Paare, die mit ihrem Hund Gassi gehen. Auch Radfahrer sind bei dem herrlichen Wetter unterwegs.
Der Frühling steht mächtig in den Startlöchern, deshalb hoffen wir, den einen oder anderen Kurztrip auch weiterhin unternehmen zu können. Wie gut, dass wir das Kischdle haben, denn damit ist autark zu stehen überhaupt kein Problem. Dank der Sonne war auch das Kochen mit dem Induktionskochfeld immer möglich. Und außer bei zwei kurzen Einkäufen, bei denen wir auf genügend Abstände achteten, hatten wir keinen Kontakt mit anderen Menschen.
Am KalmitAussichtsplattform am KalmitWeitsichtDer Seidelbast ist fast verblühtAuch sie genießt die warmen SonnenstrahlenDas Felsenmeer am KalmitFast Vollmond
Jetzt werden wir uns der weiteren Optimierung unseres Wohnmobils widmen, damit der nächste Ausflug bald starten kann…
Wir konnten es kaum erwarten, unser Kischdle einem ersten Praxistest zu unterziehen. Da boten sich ein paar Tage in den Faschingsferien an, denn unsere Verwandten waren mit ihrem Wohnmobil gerade in Krün auf einem Campingplatz. Und nun wollten wir sie dort besuchen. Schnee gab es am Anreisetag fast keinen mehr, dennoch konnten die beiden Youngsters ihren ersten Skikurs absolvieren. Auch wenn es immer wieder Fallübungen gab, so steigerten sie sich doch von Tag zu Tag. Auf jeden Fall hat es allen viel Spaß gemacht.
AlpenpanoramaBestes WetterLiner sind einige hier……auch mit passendem FahrzeugHolz vor der HütteStellplatz mit AussichtEin Exot unter lauter WeißwareSchneemann bauenSchneemännerSchneefrauSchneefamilieWinterspaziergangVerschneite FelderTauwetterNachts schneite ess’Kischdle friertEs ist kalt gewordenSchnee auf der Treppe
Da es in der ersten Nacht sogar ein wenig schneite, konnten wir am nächsten Tag sogar Schneemänner bauen. Der Schnee war sehr pulverig, deshalb war es gar nicht so einfach, daraus Figuren zu basteln. Aber das Ergebnis konnte sich dann doch sehen lassen. Leider schmolz es im Laufe des Tags noch ein wenig zusammen – aber am Abend und in der Nacht gab es weiteren Schnee, so dass die kleine Schneefamilie sogar den nächsten Morgen noch erlebte. Wenn auch ziemlich eingeschneit…
Unser Kischdle war zwar noch nicht ganz so eingerichtet, wie wir es gerne hätten, aber für die paar Tage war es vollkommen ausreichend. Die Heizung funktionierte sehr gut und das Kochen mit dem Induktionskochfeld war durch den Landstromanschluss natürlich auch problemlos. Der erste Ausflug war also rundum gelungen. Jetzt können wir daran gehen, unser Kischdle noch ganz auf unsere Bedürfnisse abzustimmen!