Karlos und die Schule

Oskar darf in die Schule gehen! Das finde ich echt klasse! Sicher bekommt Oskar auch eine ganz tolle Schultüte. Das kann ich aber leider nicht sehen, weil wir ja noch immer in den Pyrenäen unterwegs sind.
Ich war ein wenig traurig, dass ich bei der Einschulung von Oskar nicht dabei sein konnte. Und da haben mir Mary und Pit eine ganz tolle Überraschung bereitet:

Super, nicht wahr?

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Karlos und Offroad-Fahrten

Hey Leute, endlich weiß ich, was Offroadfahren ist. Offroad ist ja eigentlich ein doofes Wort, es ist englisch und heißt soviel wie „weg von der Straße“. Gehört hatte ich das ja schon öfters, aber vorstellen konnte ich mir darunter nichts. Schließlich sind doch überall Straßen, oder nicht? Und wenn man mit dem Auto irgendwo hinfahren will, muss man das auf Straßen machen. Man kann doch nicht einfach über eine Wiese oder einen Acker fahren!

Doch hier in den Pyrenäen hat es plötzlich ordentlich geschaukelt und manchmal sind wir auch richtig rumgehüpft, weil das Kischdle so lustig gewackelt hat oder ganz schräg stand. Mary und Pit haben mir dann erklärt, woran das lag: wir waren nämlich offroad unterwegs.

Dazu braucht man meistens ein spezielles Auto, das auch auf Straßen, die nicht asphaltiert sind, fahren können. Das können dann so Wege sein, die wir von zu Hause aus dem Wald kennen, aber es können auch richtig große Steine rumliegen. Oder es gibt so tiefe Gräben auf der Fahrbahn, dass normale Autos hier nicht mehr fahren könnten. Jedenfalls gibt es keinen glatten Asphalt und man muss richtig langsam fahren.

Aber das Kischdle ist ja ein Allradauto und solche Fahrzeuge können auch auf Offroadpisten unterwegs sein. Manchmal, vor allem in Kurven, rutschten wir von einer Ecke in die andere, weil wir ganz schief waren. Mary hatte manchmal sogar Angst, dass wir umkippen könnten! Aber Pit war sich sicher, dass das schon klappen würde.

Auf solchen Offroad-Touren kann man auch an Orte kommen, wo Andere nicht so leicht hinfahren können. Neulich waren wir deshalb an einer Stelle, an der versteinerte Spuren von echten Dinos entdeckt worden sind! Das war aufregend! Da waren Fußabdrücke im Fels, die vor vielen tausend Jahren von damals lebenden Dinosauriern hinterlassen worden sind. Ganz besonders haben mir die versteinerten Eier von den Dinos gefallen. Schade, dass es heute keine Dinosaurier mehr gibt!

Doch dann ging es auf der Offroadstraße weiter, wir hüpften und schaukelten – da hatten wir wieder richtig Spaß! Und nachmittags finden wir meist einen ganz tollen Platz für die Nacht, das gefällt mir auch richtig gut!

Karlos und die Wolle

Hey Leute!

Ich muss euch jetzt mal erzählen, was wir neulich in der Oeynhauser Mühle erlebt haben. Das war nämlich total interessant. Wusstet ihr, wie man Wolle macht? Also das, womit man Socken und Pullover stricken kann?

Ich bin Karlos

Bei Roland, dem Mühlenbesitzer, durfte ich mir anschauen, wie man aus dem Fell von Schafen richtig schöne Wolle macht.

Die müssten auch mal zum Friseur!

Weil das Fell der Schafe immer wächst, so wie unsere Haare auch, müssen sie ab und zu zum „Schaf-Friseur“, der dann den Pelz abschneidet. Aber keine Sorge, die Haare wachsen ja wieder nach. Das geschorene Fell wird dann zu Roland in die Mühle gebracht, wo es zunächst aufgelockert und dann gewaschen werden muss. Roland macht das ganz sanft in einer richtigen Waschanlage und nimmt nur natürliche Seife, ganz ohne Chemie. Und zum Schluss wird sogar noch geschleudert!

Nun muss die gewaschene Rohwolle getrocknet werden, was bei gutem Wetter draußen in der Sonne am besten funktioniert. Doch die gewaschene Wolle kann so noch nicht weiter genutzt werden, sie muss nämlich noch gekämmt werden. Das nennt man kardieren. In einer großen Maschine werden die einzelnen Wollfasern zu ganz tollen, weichen Matten kardiert. Das hat mir super gut gefallen, denn die sind sagenhaft weich!


Aus dieser kardierten Wolle könnte man jetzt Wollfäden spinnen, mit denen dann man stricken kann. Aber Roland strickt nicht, er stellt Filz her. Ich konnte mir gar nicht richtig vorstellen, was das ist, aber nun bin ich schlauer. Die kardierten Wollmatten werden nämlich durch eine weitere Maschine geschickt, die mit ganz vielen Nadeln die duftig weichen Matten zusammenpresst. Wenn man das drei Mal macht, entsteht eine feste Matte aus reiner Wolle, aus der viele praktische Sachen gemacht werden können.

Roland hat in seiner Wollmanufaktur ein Studio eingerichtet, in dem er mit Industrienähmaschinen alle Teile, die er auch verkauft, selber herstellen kann. Also wenn ihr mal in der Nähe seid, müsst ihr unbedingt bei Roland vorbei schauen, er freut sich immer auf Besuch und zeigt jedem gerne die Wollmanufaktur – und vielleicht könnt ihr sogar zuschauen, wie er Filz macht oder Wolle wäscht!

Und hier gibt es noch mehr Infos zur Oeynhauser Mühle