Pyrenäen 2020 – Video 3

Auch das letzte Video unserer kleinen Trilogie ist fertig.
Nach zwei Wochen mit Offroad-Touren in Spanien wurde es langsam Zeit, wieder umzukehren. Wir sind in den südlichen Pyrenäen bis in die Nähe von Pamplona gefahren. Dort wechselten wir über einen kleinen Grenzübergang nach Frankreich, um einige der legendären Pässe zu sehen, die immer mal wieder Teil der Tour de France sind.

Unser Kischdle mussten wir hierbei nicht mehr über Offroad-Pisten schicken, davon gibt es auf der französischen Seite fast keine. Zumindest nicht solche, die man legal befahren dürfte. Im vorliegenden Video bewegen wir uns also im westlichen Teil Spaniens und danach auf der französischen Pyrenäenseite in Richtung Osten. Aber schaut es euch einfach selbst an…
Hiermit endet auch die kleine Videostaffel über unsere Pyrenäenreise 2020.
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Pyrenäen 2020 – Video 2

Das Folgevideo ist fertig. Auch in der zweiten Ferienwoche waren wir ein paar Mal auf Offroad-Pisten unterwegs. Ob auf alten Schmugglerpfaden wie von Andorra nach dem spanischen Dörfchen Tor oder in der Serra de Boumort – auf unser Kischdle konnten wir uns immer verlassen.

Unser Camper hatte zwar manchmal mit den Tücken der teils recht unwegsamen Pisten zu kämpfen und hin und wieder hat das Auto auch heftig geschaukelt. Aber es verlief dennoch immer alles bestens und wird hoffentlich besser, wenn die noch fehlenden verstärkten Federn eingebaut sind. Aber schaut es euch einfach selbst an…

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Pyrenäen 2020 – Video 1

Es gibt ein neues Video, dieses Mal dreht sich alles um das Thema Offroad in den Pyrenäen. Wir wollten ja mal sehen, wie sich unser Kischdle im Gelände so behaupten kann. Seht selbst, wie es uns in der ersten Ferienwoche erging…
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Karlos und Offroad-Fahrten

Hey Leute, endlich weiß ich, was Offroadfahren ist. Offroad ist ja eigentlich ein doofes Wort, es ist englisch und heißt soviel wie „weg von der Straße“. Gehört hatte ich das ja schon öfters, aber vorstellen konnte ich mir darunter nichts. Schließlich sind doch überall Straßen, oder nicht? Und wenn man mit dem Auto irgendwo hinfahren will, muss man das auf Straßen machen. Man kann doch nicht einfach über eine Wiese oder einen Acker fahren!

Doch hier in den Pyrenäen hat es plötzlich ordentlich geschaukelt und manchmal sind wir auch richtig rumgehüpft, weil das Kischdle so lustig gewackelt hat oder ganz schräg stand. Mary und Pit haben mir dann erklärt, woran das lag: wir waren nämlich offroad unterwegs.

Dazu braucht man meistens ein spezielles Auto, das auch auf Straßen, die nicht asphaltiert sind, fahren können. Das können dann so Wege sein, die wir von zu Hause aus dem Wald kennen, aber es können auch richtig große Steine rumliegen. Oder es gibt so tiefe Gräben auf der Fahrbahn, dass normale Autos hier nicht mehr fahren könnten. Jedenfalls gibt es keinen glatten Asphalt und man muss richtig langsam fahren.

Aber das Kischdle ist ja ein Allradauto und solche Fahrzeuge können auch auf Offroadpisten unterwegs sein. Manchmal, vor allem in Kurven, rutschten wir von einer Ecke in die andere, weil wir ganz schief waren. Mary hatte manchmal sogar Angst, dass wir umkippen könnten! Aber Pit war sich sicher, dass das schon klappen würde.

Auf solchen Offroad-Touren kann man auch an Orte kommen, wo Andere nicht so leicht hinfahren können. Neulich waren wir deshalb an einer Stelle, an der versteinerte Spuren von echten Dinos entdeckt worden sind! Das war aufregend! Da waren Fußabdrücke im Fels, die vor vielen tausend Jahren von damals lebenden Dinosauriern hinterlassen worden sind. Ganz besonders haben mir die versteinerten Eier von den Dinos gefallen. Schade, dass es heute keine Dinosaurier mehr gibt!

Doch dann ging es auf der Offroadstraße weiter, wir hüpften und schaukelten – da hatten wir wieder richtig Spaß! Und nachmittags finden wir meist einen ganz tollen Platz für die Nacht, das gefällt mir auch richtig gut!

Unter Geiern

Karl-May-Titel kommen uns hier in den spanischen Pyrenäen öfters in den Sinn. So auch heute, als wir zwischen hohen Felsen einen ruhigen Übernachtungsplatz gefunden haben. Zunächst genießen wir die Natur, wir sitzen im Schatten und genehmigen uns ein Feierabendbierchen.
Irgendwo bellt und jault ein Hund – oder sind es mehrere? Gänse schnattern – oder ist es was anderes? Wir sehen plötzlich große Vögel am Himmel und entlang der Felskanten ihre Kreise ziehen: es sind Gänsegeier. Fasziniert beobachten wir die eleganten Gleiter. Der Hund, irgenwo in der Nähe, bellt und jault weiterhin.

Als die Thermik nachlässt und die Gänsegeier eine Flugpause einlegen, kochen wir unser Abendessen. Der Hund bellt noch immer. Wir sind ja mitten im Nirgendwo. Wo mag dieser bellende Köter wohl sein, er würde so ganz sicher unsere vor uns liegende Nachtruhe stören…
Wir beschließen, noch einen kleinen Verdauungsspaziergang zu unternehmen. Bald sehen wir am Wegrand zwei größere Gebäude. Nanu? Hier mitten im Wald? Beim Näherkommen sehen wir, dass es sich bei den Gebäuden um Stallungen handelt. Und an der Kopfseite des größeren Traktes ist ein Hund mit so kurzer Leine angebunden, dass er sich nicht einmal hinlegen könnte. Wasser oder Futter sehen wir auch keines!

Jetzt ist uns klar, warum das arme Tier ständig bellt und jault – und sein Echo antwortet ihm immer. Wir können nicht glauben, was wir da sehen. Zurück im Camper schmieden wir einen Befreiungsplan für den armen Hund: wir werden ihm Wasser bringen, ein wenig Brot zum fressen anbieten und dann versuchen, die Leine (ein einfaches Stück Strohballenschnur) durchzuschneiden. Recht bald wird klar, dass der Hund mehr Angst hat als wir. Das Wasser nimmt er dankbar an, das Brot schmeckt ihm auch. Jetzt schneiden wir die Schnur ab und können auch noch den Knoten am Halsband lösen. Der Hund ist frei!

Das größere der Stallgebäude scheint leer zu stehen, im anderen hören wir Schafe. Der Hund scheint in der Nähe der Stallungen zu bleiben – jetzt hoffen wir sehr, dass die Besitzer ein Einsehen haben werden und den armen Hund besser behandeln. Den abgeschnittenen Strick und die provisorische Wasserschüssel ließen wir stehen, so dass es klar sein muss, wie der Hund frei kam!

Und hier wieder einige Impressionen der letzten Tage:

Kreuz und quer durch die spanischen Pyrenäen

Wie sieht eine artgerechte Haltung für Weidevieh, Pferde und Omans aus? Das können wir hier in den spanischen Pyrenäen hautnah erleben: sobald man die Ortschaften hinter sich gelassen hat und in die Berge abgebogen ist, beginnen die riesigen Weideflächen von Rindern und Pferden, aber auch Offroadpisten, die wie geschaffen für unser Kischdle scheinen.

Vom einfach zu befahrenden Waldweg bis zu ziemlich ruppigen Abschnitten mit groben Steinen, Geröll, Gräben und ausgesetzten Kurven, die unseren Camper ziemlich in Schräglage brachten, war nahezu alles vertreten. Noch müssen wir aufpassen und dürfen unser Kischdle nicht überfordern, denn es fehlen ja noch die verstärkten vorderen Federn am Auto. Und nur mit der PKW-Federung kommt das Fahrzeug immer wieder ganz ordentlich ins Schwanken.

Aber wir genießen die tolle Landschaft hier. Meist sind wir ganz alleine unterwegs, nur ganz wenige andere Fahrzeuge begegnen uns. Das war nur am Wochenende in der Nähe von Andorra anders, da suchten auch einige Abenteurer ihre Challenge. Mit Jeeps, Quads, Enduros oder ganz mutig mit dem Mountainbike – immer wieder begegneten uns andere Fahrzeuge und wir mussten sehen, dass wir irgendwo eine Ausweichstelle finden konnten.

Eindrücke von der „Schmugglerroute“ zwischen Andorra und dem spanischen Dörfchen Tor:

Auch liebevoll restaurierte Bergdörfer begeistern uns. Es wird wohl nicht mehr allzuviel der mühsamen alpinen Landwirtschaft betrieben, aber als Ferienhäuser für wohlhabende Städter scheinen die Steinhäuser in den abgeschiedenen Regionen sehr beliebt zu sein. Die Saison neigt sich dem Ende zu, nur wenige der Häuser sind momentan bewohnt.

Städte meiden wir, vor allem das verkehrsreiche Andorra lassen wir gerne links liegen. Natürlich waren wir dort und haben unseren Tank randvoll mit günstigem Diesel gefüllt, aber den ganzen Einkaufsrummel, der hier ungebrochen stattfindet, den brauchen wir wirklich nicht.